Bach und kein Ende… Im grossen Finale von Lucerne Festival Pulse spielt Víkingur Ólafsson das berühmte f-Moll-Klavierkonzert des legendären Thomaskantors. Am Pult des Mahler Chamber Orchestra ist die in Hongkong geborene Maestra Elim Chan zu erleben. Sie dirigiert nach der Pause Brahms’ Vierte Sinfonie – und auch für dieses Werk stand Bach Pate: Das Passacaglia-Thema, das Brahms darin nach allen Regeln der Kunst variiert, stammt nämlich aus Bachs frühester erhaltener Kantate Nach dir, Herr, verlanget mich BWV 150. Aber das ist nicht alles: Sogar in Bergs Violinkonzert, für Víkingur «eines der romantischsten überhaupt», erklingt mit Es ist genug ein Bach-Choral. Als Solistin hat er seine Lieblingsgeigerin Patricia Kopatchinskaja eingeladen — und sie mit einer besonderen Mission betraut. Denn anstelle einer Zugabe wird sie den originalen Choral spielen: Das Orchester wird, das Publikum darf mitsingen. «Das hat es bei Lucerne Festival wohl noch nicht gegeben», freut sich Víkingur. «Aber die Frage ist: Können wir wirklich genug von Musik haben?» Klare Antwort: nein! Und auch nicht von Lucerne Festival Pulse, das 2027 in die zweite Runde gehen wird.
Mitwirkende: Mahler Chamber Orchestra Elim Chan, Dirigentin Víkingur Ólafsson, Klavier Patricia Kopatchinskaja, Violine
Programm: 16.00 Uhr: Konzerteinführung mit Susanne Stähr (KKL Luzern, Auditorium)
Johann Sebastian Bach (1685–1750) Klavierkonzert f-Moll BWV 1056
Anonymus A Vegale af’n Zweschpmbam. Kärntner Volkslied, bearbeitet für Violine von PatKop
Alban Berg (1885–1935) Violinkonzert Dem Andenken eines Engels
Johann Sebastian Bach (1685–1750) Choral Es ist genug aus der Kantate O Ewigkeit, du Donnerwort BWV 60
Johannes Brahms (1833–1897) Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98
Pause gegen 17.55 Uhr