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The Cleveland Orchestra 2

9. September um 19:30

The Cleveland Orchestra | Franz Welser-Möst | Strauss | Schubert

«Neue Gedanken müssen sich neue Formen suchen», glaubte Richard Strauss – und entdeckte 1886 das Genre der Tondichtung für sich. Das erste Werk, das er dabei in Angriff nahm, war sein «Macbeth», nach Shakespeares gleichnamiger Tragödie. Doch legte er es weniger als musikalische «Nacherzählung» des Dramas an, sondern als tönendes Psychogramm des Titelhelden, der in Blutrausch und Selbstzerstörung endet: ein abgründiges Nachtstück, das Strauss phänomenal instrumentierte.

Auch Franz Schubert ging neue Wege, als er 1825/26 seine «Grosse C-Dur-Sinfonie» komponierte: Er wollte sich als bedeutender Sinfoniker etablieren, gleichrangig neben dem «Titanen» Ludwig van Beethoven. Und das gelang ihm auch, allerdings mit Verzögerung. Denn das gewaltige Werk erlebte erst elf Jahre nach Schuberts Tod seine Uraufführung. Robert Schumann hatte es bei einem Wien-Besuch in Schuberts Nachlass entdeckt und kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: «Das sind Menschenstimmen», staunte er über die Instrumentation und attestierte der Partitur eine «himmlische Länge, wie ein Roman in vier Bänden». Aber bei dieser Musik ist keine einzige Minute zu lang!

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Datum:
9. September
Zeit:
19:30
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