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Luzerner Sinfonieorchester

26. August um 19:30

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Luzerner Sinfonieorchester | Michael Sanderling | Joyce El-Khoury | Boulanger | Strauss | Tschaikowsky

Sie war die erste Frau, die den begehrten «Prix de Rome» gewann: Welche Wunderwerke hätte die Französin Lili Boulanger der Musikwelt noch beschert, wenn sie nicht schon 1918 mit nur 24 Jahren verstorben wäre? Mit dem zarten Tongemälde «D’un matin de printemps» erinnert Michael Sanderling an diese hochbegabte Komponistin. Und dirigiert anschliessend zwei Abschiedswerke. Richard Strauss ist zu hören mit den «Vier letzten Liedern», seinem schönheitstrunkenen Abgesang auf die romantische Musik. Die schwerelosen Melismen und jubilierenden Höhenflüge des Soloparts gestaltet Joyce El-Khoury; im Libanon geboren, engagiert sie sich heute humanitär und pädagogisch für ihr Heimatland. Nach der Pause erklingt Tschaikowskys berühmte «Pathétique», die verlöschend endet, wie ein ausmusizierter Tod. Dass der Komponist tatsächlich nur wenige Tage nach der Uraufführung an der Cholera starb, mit der er sich möglicherweise absichtlich infizierte, erscheint makaber. «Tschaikowsky war eine zerrissene Persönlichkeit, er hat seinen Platz in der Gesellschaft nie wirklich gefunden», glaubt Sanderling. Und zelebriert die Sechste als ergreifendes Requiem.

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Datum:
26. August
Zeit:
19:30
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