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Klavier-Fest: Igor Levit Solo

19. Mai um 18:30

Igor Levit | Brahms | Hersch | Mahler | Prokofjew

«Wiegenlieder meiner Schmerzen»: So nannte Johannes Brahms im Gespräch mit Freunden seine drei Intermezzi op. 117, die er Ende 1892 veröffentlichte, viereinhalb Jahre vor seinem Tod. Sie erinnern an Selbstgespräche, lassen Erinnerungen anklingen oder vielleicht auch schon eine neue Zeit erahnen. Diese intimen Miniaturen koppelt Igor Levit in seinem Solo-Rezital mit brandneuen «Liedern ohne Worte»: einem Zyklus von «Songs Without Words», die der Amerikaner Fred Hersch für ihn geschrieben hat.

In desolater Seelenverfassung befand sich Gustav Mahler, als er das Adagio seiner Zehnten Sinfonie schuf, das letzte Werk, das er vollenden konnte: Mahler hatte von der Affäre seiner Frau Alma mit dem Architekten Walter Gropius erfahren und fühlte sich von Gott und der Welt verlassen. Das Adagio ist ein schmerzzerrissener Abschiedsgesang; Igor Levit trägt ihn in der Klaviertranskription des schottischen Komponisten Ronald Stevenson vor. Und schliesst sein Rezital mit der Siebten Klaviersonate von Sergej Prokofjew, die im Zeichen einer globalen Katastrophe steht: des Zweiten Weltkriegs. Doch Prokofjew antwortet auf den drohenden Untergang mit Selbstbehauptung und unbeugsamem Überlebenswillen.

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Datum:
19. Mai
Zeit:
18:30
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