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Jubiläumskonzert

23. Oktober um 11:00

konzert
Der Theaterchor Luzern singt die «Messa di Requiem» von Gaetano Donizetti sowie das «Schicksalslied» von Johannes Brahms und feiert mit diesem erstklassigen Hörerlebnis sein 50-jähriges Bestehen.

Donizettis Messa di Requiem entstand anlässlich des Todes des sizilianischen Komponisten Vincenzo Bellini. Die Freunde arbeiteten gemeinsam in Frankreich als Bellini überraschend verstarb. Das Werk ist durchzogen von einer tief empfundenen Spiritualität, die Donizettis aufrichtige Bewunderung für Bellini offenbart. Mal düster, mal hoffnungsvoll lässt der Opernkomponist musikalische Bilder entstehen: von den Schrecken des jüngsten Gerichts, von der Hoffnung auf die Gnade Gottes oder vom Ausblick auf die Auferstehung und das ewige Leben. Die Uraufführung fand 1870 in der Kirche Santa Maria Maggiore in Bergamo statt, wo Donizetti später auch begraben wurde. Zu Beginn der Coronawelle 2020 war keine Region härter getroffen als die Provinz Bergamo: Relativ zur Einwohnerzahl hatte sie die höchste Sterberate weltweit.

Als Johannes Brahms an einem frühen Morgen Hölderlins Gedicht «Hyperions Schicksalslied» las, sei er auf das Tiefste ergriffen gewesen. Kurze Zeit darauf schrieb er ein Werk, das die Gegensätze zwischen himmlischem und irdischem Dasein auf wunderbare Weise vertont. Hölderlin beschreibt in seinem Gedicht «Hyperions Schicksalslied» den Unterschied zwischen himmlischem und irdischem Dasein: dort selige Ruhe in lichten Höhen, hier ruheloses Getriebensein und unvermitteltes Wegfallen aller Sicherheit. Ein Kontrast, der ideale Voraussetzungen für eine musikalische Vertonung bietet. Brahms kreiert für die elysischen Gefilde eine schwebende und gleichzeitig sehnsuchtsvolle musikalische Atmosphäre. Dem gegenüber steht die irdische Welt, die dunkel und bedrohlich gezeichnet wird. Vor allem das Hin- und Hergeworfensein der Menschen und ihren plötzlichen Absturz ins Ungewisse weiss Brahms tonmalerisch eindrucksvoll zu schildern. Während Hölderlins Gedicht den Leser mit dem Sturz ins Ungewisse entlässt, greift Brahms zum Schluss noch einmal die friedliche Stimmung des Anfangs auf – ein Hoffnungszeichen.

Der Konzertchor Luzern zählt rund 120 Sängerinnen und Sänger. Weitere Mitwirkende: Zürcher Symphoniker sowie erstklassige Solistinnen und Solisten. Leitung: Philipp Klahm

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Datum:
23. Oktober
Zeit:
11:00
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