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Gemeinschaftskonzert „Pult an Pult“

02.02.2023 um 19:30

Luzerner Sinfonieorchester | Junge Philharmonie Zentralschweiz | Michael Sanderling
Werke von Schostakowitsch und Brahms

Mit seinen 15 Sinfonien erwies sich Schostakowitsch als bedeutendster Sinfoniker in der Nachfolge der grossen romantischen Tradition bis und mit Gustav Mahler. Der genuine Sinfoniker zeigte sich zuweilen auch in seiner Kammermusik, vor allem in den 15 Streichquartetten. So lag es nahe, dass Rudolf Barshai, seinerseits einer der profundesten Schostakowitsch-Interpreten, von vier Streichquartetten eine orchestrierte Verison erstellte. Die Kammersinfonie op. 110a basiert auf Schostakowitschs berühmtem Streichquartett Nr. 8, das «dem Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges» gewidmet ist. Auch Brahms sah sich in der Fortsetzung der klassischen Tradition, indem er tradierte Formen und Techniken wie die Sinfonie aufgriff und diese auf seine eigene Weise neu zu beleben hoffte. Doch das war leichter gesagt als getan, denn solche Tradition konnte auch eine hemmende Last sein. So brauchte es fast zwanzig Jahre des Experimentierens, bis Brahms, mittlerweile 47 Jahre alt, seine erste Sinfonie vorlegen konnte. Doch das Warten hatte sich gelohnt: Gleich mit seinem sinfonischen Erstling gelang ihm ein Meisterwerk. Zeitgenossen nannten diese Erste einst bewundernd «Beethovens Zehnte».

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Datum:
02.02.2023
Zeit:
19:30